Eine blühende Wiese mit Ackerwildkräutern. Im Vordergrund sind die weiße echte Kamille (
Matricaria chamomilla) und der rote Klatsch-Mohnblumen (
Papaver rhoeas) zu sehen. © Uwe Barth.
Früher waren sie bunt verteilt auf jedem Feld, heute sind sie dramatisch zurückgegangen: die Ackerwildkräuter. Hochrechnungen gehen von einem Populationsrückgang von über 95 % aus (Meyer & Gottwald, 2024).
Ackerwildkräuter, auch Segetalflora (von lat.
segetalis = zur Saat gehörig), wachsen Seite an Seite mit Kulturpflanzen, und es braucht die Arbeit der Landwirte, um sie zu erhalten. Denn nur wo der Boden jährlich bearbeitet wird und offene Stellen entstehen, können ihre Samen keimen. Wird Unkraut mit Herbiziden oder mechanisch bekämpft, gehen die Ackerwildkräuter verloren. Auch starke Düngung führt zu Verlusten der Segetalflora. Bleibt ein Acker ungenutzt, breiten sich Gräser und Sträucher aus. Für die Ackerwildkräuter bleibt dann kein Platz mehr.
Dabei sind sie so nützlich: Ackerwildkräuter halten den Boden gesund und halten ihn an Ort und Stelle , und sorgen für ein aktives Bodenleben. In vielen Ackerlandschaften sind sie oft die einzige Nahrung für Insekten. Gleichzeitig bieten sie auch anderen Ackerbewohnern wie z. B. dem Rebhuhn Nahrung und verbessern die Bodenfruchtbarkeit.
Die blau blühende Kornblume (
Centaurea cyanus) blüht von Juni bis September bzw. Oktober. © Uwe Barth.
Haben wir Ihr Interesse geweckt und Sie möchten mehr erfahren oder möchten selber in das Förderprogramm aufgenommen werden?
Wenden Sie sich gerne an unsere Ansprechpartnerin:
Zarah GreinerTel.: 06621-944 183
E-Mail: zarah.greiner@lpv-hef-rof.de